Stadtwerke Herborn zum Weltwassertag 2011

Nachhaltige Trinkwasserversorgung in Herborn: Schutz des örtlichen Ökosystems durch modernes Wassermanagement

Herborn, 22. März 2011 - Der Tag des Wassers 2011 steht unter dem Motto "Wasser für die Städte: Antwort auf urbane Herausforderungen".

 Mit diesem Thema wollen die Vereinten Nationen auf den weltweit wachsenden Bedarf an städtischer Wasser- und Sanitärversorgung aufmerksam machen und auf die dadurch mögliche Übernutzung der vorhandenen Wasserressourcen hinweisen. 

Das Motto unterstreicht zudem das im Jahr 2010 als Menschenrecht anerkannte Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung. „In Herborn ist die Versorgung mit Trinkwasser gesichert. Die wichtigste Quelle für die Trinkwassergewinnung in unserer Region ist der Stollen Wohlfahrt bei Gusternhein sowie das Quellgebiet Heiligenborn bei Driedorf“, sagte Jürgen Bepperling, Geschäftsführer der Stadtwerke Herborn. Dabei sei es erforderlich, die Wasserversorgung in den Naturhaushalt einzubetten.

In Deutschland setzt hier das Wasserhaushaltsgesetz an. Ziel ist es,   den Wassergebrauch und die natürliche Regenerationsfähigkeit des Ökosystems vor Ort miteinander in Einklang zu bringen. „Die Stadt-werke Herborn sorgen mit einem modernen Wassermanagement für  eine nachhaltige und verantwortungsvolle Wassernutzung in Herborn“, führte Bepperling weiter aus. Projekte zur Sicherung der Ressourcen  und der Qualität sind u.a. die Ertüchtigung der Wasseraufbereitungs-anlage in Guntersdorf sowie die Zertifizierung durch die Verbände TÜV und DVGW als Qualitätsnachweis unserer Arbeit. „Damit sichern wir die Wasserversorgung auch für kommende Generationen in Herborn“, betonte Herr Bepperling. Trotz der hohen und hygienischen Standards  ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit Wasser notwendig. Umweltbelastende Stoffe wie Öle und Lacke gehören nicht in den Wasserkreislauf. Gleiches gilt für chemische Reinigungsmittel und Medikamente. „Alles was wir in das Wasser geben, müssen die Stadtwerke später wieder mit großem Aufwand herausholen. Vor-    sorge ist hier besser als Reparatur“, erklärte der Geschäftsführer. 

Historie des Weltwassertages: 

Der "Tag des Wassers" - heute vielfach als "Weltwassertag" bezeichnet - wurde auf der 47. Vollversammlung der Vereinten Nationen am 22. Dezember 1992 ins Leben gerufen. 

Ausschlaggebend war die Agenda 21, die von der Konferenz der Verein-ten Nationen über Umwelt und Entwicklung (United Nations Conference on Environment and Development UNCED) im Juli 1992 in Rio de Janeiro beschlossen wurde. In der 300 Seiten starken Agenda 21 behandelt das Kapitel 18 die Probleme und Notwendigkeiten einer nachhaltigen Wasser-nutzung. Der "Tag des Wassers" soll dazu beitragen, die dort aufgeführ-ten Empfehlungen in den einzelnen Ländern umzusetzen. Die Mitglieds-länder der UN sind aufgefordert, am Weltwassertag mit konkreten Aktionen auf die Bedeutung des Wassers für das tägliche Leben aufmerksam zu machen, denn "[...] alle sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten [hängen] weitgehend von der Versorgung mit Süßwasser und von dessen Qualität [ab]".

Der Schutz der Wasservorkommen und dessen schonende nachhaltige Nutzung sind laut der UN-Resolution nur durch ein entsprechendes Bewusstsein in der Bevölkerung zu erreichen. Dieser Bewusstseins-bildung in der Öffentlichkeit soll der "Tag des Wassers" dienen. Jährlich setzen die Vereinten Nationen schwerpunktmäßig ein bestimmtes Thema fest, unter dem der "Tag des Wassers" steht.