Vandalismus am Herborner Schießplatz

Kunstprojekt der Stadtwerke beschädigt

(BvT) "Nachdem das Projekt zur künstlerischen Gestaltung der Trafostation am Schießplatz in der Herborner Bevölkerung große Akzeptanz und viel Lob erhalten hat, haben wir eigentlich gehofft, dass mutwillige Beschädigungen ausbleiben", zeigt sich der Geschäftsführer der Stadtwerke Herborn, Jürgen Bepperling, bestürzt über den aktuellen Akt von Vandalismus am Schießplatz. Unbekannte hatten in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni das Kunstprojekt, für das die Stadtwerke das Gießener Künstlerkollektiv "3Steps" engagiert hatten, mit Farbe besprüht und dadurch massiv beschädigt. Die Gießener Künstler hatten die historisch bedeutsamen Herborner Persönlichkeiten Johann Heinrich Alsted und Johann Amos Comenius als Motivvorlage gewählt, um die Trafostation am Schießplatz künstlerisch zu gestalten und in das Gesamtbild des Eingangs zur historischen Altstadt Herborns zu integrieren. Das Projekt am Schießplatz sollte der Auftakt zur künstlerischen Gestaltung weiterer Flächen sein, die die Stadtwerke zur Verfügung stellen. "Der Plan sah vor, dass die Stadtwerke weitere Flächen zur Verfügung stellen, die dann durch Graffiti-Künstler gestaltet werden können. Wichtig ist uns dabei, dass der regionale Bezug hergestellt wird. Daher hatten wir uns für den Entwurf von 3Steps entschieden, der prägende Persönlichkeiten der Herborner Stadtgeschichte zeigt", erläutert Bepperling und fährt fort: "Wenn wir allerdings künftig damit rechnen müssen, dass diese Arbeiten, von denen die Stadt und ihre Bürger profitieren sollen, mutwillig beschädigt werden, müssen wir das Projekt in Frage stellen. Im aktuellen Fall haben wir Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt gestellt." Der Schaden an der Trafostation soll allerdings behoben werden, "in der Hoffnung, dass dies ein Einzelfall war", wie Bepperling ausführt.