Wir senken die Preise zum 01.01.2010

Preissenkung von mehr als 11 Prozent beim Gas und knapp 3,8 Prozent beim Strom - Strompreisgarantie schafft sichere Kalkulationsgrundlage für 2010

„Die Entspannung am Strommarkt und intensive Nachverhandlungen mit unseren Vorlieferanten für Gas machen Preissenkungen zur Entlastungen der Herborner Bürger möglich“, kündigt der Geschäftsführer der Stadtwerke Herborn, Jürgen Bepperling, an.

Zu Beginn des nächsten Jahres werden die Stadtwerke daher sowohl die Preise für Gas wie auch für Strom senken können.
Strompreissenkung um knapp 3,8 Prozent geht gegen den Markttrend. „Mit der Strompreissenkung haben wir uns zu einem Schritt gegen den Trend der derzeitigen Marktentwicklung entschlossen“ erläutert Bepperling.

Denn viele andere Energieversorger würden für das nächste Jahr sogar Preissteigerungen nicht ausschließen. Grund dafür sei die um mehr als 70 Prozent drastisch gestiegenen steuerlichen Abgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Diese Abgabe muss jeder Energieversorger von seinen Kunden einziehen und an den Staat abführen.

 Gleichzeitig zur Steigerung der Steuerbelastung seien allerdings die Großhandelspreise für Energie, bedingt durch die Wirtschaftsflaute, gesunken: „Durch eine umsichtige und verantwortungsvolle Einkaufspolitik können wir diese Preissenkung trotz gestiegener Steuern nun an unsere Kunden weitergeben“ erklärt Bepperling die anstehende Strompreissenkung. Zudem garantieren die Stadtwerke, dass die Strompreise bis mindestens Ende 2010 stabil bleiben und bieten ihren Kunden damit eine sichere Kalkulationsgrundlage für das kommende Jahr.

Im Stromtarif herbornklassik wird der Arbeitspreis um 3,7 Prozent von 20,55 auf 19,79 Cent (netto) pro Kilowattstunde (ct/kWh) und im Tarif herbornpronatur um knapp 3,8 Prozent von 19,90 auch 19,15 ct/kWh (netto) gesenkt. Für eine vierköpfige Familie mit einem jährlichen Stromverbrauch von 6.000 kWh bedeutet das eine jährliche Kostenentlastung von 54,26 Euro (herbornklassik) bzw. 53,23 Euro (herbornpronatur). Grund- und Verrechnungspreis bleiben mit 24,00 bzw. 30,00 Euro (netto) unverändert.

Gaspreise wird um bis zu 11,57 Prozent günstiger
„Es freut und natürlich ganz besonders, dass wir zum ersten Januar auch den Gaspreis senken können“ fährt Bepperling fort. Durch intensive Nachverhandlungen mit dem Gaslieferanten der Stadtwerke sei es gelungen, die Bezugskonditionen zu verbessern. „Diese Preissenkung auf der Einkaufsseite können wir jetzt an unsere Kunden weitergeben“ erläutert Bepperling.

Zusammen mit der Gaspreissenkung zum 1. Juli dieses Jahres läge der Preis für die Kilowattstunde nun unter dem Preis vom Oktober 2008.

Beim Gas fallen die aktuellen Preissenkungen je nach Tarif und jährlichem Verbrauch unterschiedlich aus. Im Tarif herbornvario wird der Arbeitspreis, je nach Verbrauchsklasse, zwischen 11,51 Prozent (Jahresverbrauch 2.000 bis 10.000 kWh, Senkung von 5,83 auf 5,09 ct/kWh netto) und 0,38 Prozent (Jahresverbrauch von 25.000 bis 50.000 kWh, Senkung von 4,93 auf 4,91 ct/kWh netto) sinken.

Im Tarif herbornbasis sinken die Preise zwischen 11,57 Prozent (Jahresverbrauch 2.000 bis 10.000 kWh, Senkung von 6,03 auf 5,24 ct/kWh netto) und 1,26 Prozent (Jahresverbrauch 25.000 bis 50.000 kWh, Senkung von 5,13 auf 5,06 ct/kWh netto). Um eine differenziertere Abrechnung zu ermöglichen werden nun sieben statt wie bisher fünf Verbrauchsklassen zugrunde gelegt.

Durch Tarifwechsel Kosten senken
Kunden, die in die Tarife herbornpronatur (Strom) oder herbornvario (Gas) wechseln, können zusätzlich Kosten einsparen. Neben den günstigeren Arbeitspreisen erhalten die Kunden beim Abschluss eines Jahresvertrages einen Preisabschlag von einem Prozent auf die Netto-Gas- bzw. Stromkosten und bei Erteilung einer Einzugsermächtigung eine jährliche Gutschrift über zehn Euro auf die Strom- bzw. Gasrechnung.

Kommunale Stadtwerke stehen für Stabilität und Versorgungssicherheit
„Mit einem Anziehen der Wirtschaft ist zu befürchten, dass auch die globalen Energiekosten wieder ansteigen“, prognostiziert Bepperling die Entwicklung auf den Energiemärkten. Damit werde Energie aber auch wieder attraktiv für spekulative Geschäfte internationaler Unternehmen, die die Preisentwicklung zusätzlich weiter nach oben treiben. „Trotz ihres geringen Handlungsspielraums etwa bei der Preisgestaltung kommt den kommunalen Energieversorgern in einem solchen Marktgefüge eine wichtige Regulationsaufgabe zu. Denn im Gegensatz zu den großen internationalen Energiekonzernen ist die Strategie kommunaler Versorgungsunternehmen wie der Stadtwerke Herborn nicht auf maximale Gewinne bei gleichzeitig hohem Risiko für die Kunden ausgelegt“ erläutert Bepperling die Rolle der Stadtwerke. „Dass schiere Größe und ausschließliche Gewinnorientierung keine Werte an sich sind, das habe der Zusammenbruch der Finanzmärkte bewiesen.“ Ähnlich wie bei anderen öffentlichen oder genossenschaftlichen Unternehmen - etwa den Volksbanken -, sei auch bei kommunalen Versorgungsunternehmen das verantwortliche Wirtschaften im Interesse der Bürger vor Ort erster strategischer Imperativ. „Ein Unternehmen in kommunaler Eigentümerschaft wie die Stadtwerke Herborn befindet sich letztlich im Eigentum der Bürger der Region. In deren Interesse wollen wir handeln“, so Bepperling weiter.

Dazu zähle eine verantwortliche Einkaufsstrategie mit dem Ziel stabiler Preise ebenso wie die Investition in die öffentliche Infrastruktur und damit in die Versorgungssicherheit der Region und ihrer Bürgerinnen und Bürger. „Das unterscheidet uns von den großen, global agierenden Marktmachern“ so Bepperling „und darauf sind wir stolz.“