Wo Schüler alles über saubere Energie lernen können:

Stadtwerke fördern Unterrichtsprojekt der Deutschen Umwelt Aktion in Herborner Grundschulen

Insgesamt 14 Klassen aus den Herborner Grundschulen haben sich in diesem Jahr zum Umweltunterricht der Deutschen Umwelt Aktion (DUA) angemeldet. Thema sind erneuerbare Energien und die Auswirkungen von Kohlendioxid auf das Klima. Gefördert wird die Unterrichtsaktion, die von Februar bis April 2012 läuft, von der Stadtwerken in Herborn.

(BvT) "In diesem Jahr war das Interesse der Schulen nochmals spürbar stärker als vor zwei Jahren, als wir diese Aktion erstmals in Zusammenarbeit mit der deutschen Umweltaktion angeboten haben. Das freut uns natürlich sehr", kommentiert Jürgen Bepperling, Geschäftsführer der Stadtwerke Herborn, den Erfolg der diesjährigen Unterrichtsaktion. "Gerade als umwelt- und klimabewusster Energieversorger sehen wir uns in der Pflicht, Projekte für qualifizierten Umweltunterricht zu fördern. Daher freuen wir uns, die umweltpädagogische Arbeit der Deutschen Umweltaktion hier in Herborn und Umgebung unterstützen zu können", fährt Bepperling fort. Passend zum aus Wasserkraft klimaneutral erzeugten Strom der Stadtwerke kamen die Themen des diesjährigen Unterrichtsprojekts auch aus dem Bereich Erneuerbarer Energien.

Kindgerecht und spannend aufbereitet

Kindgerecht und spannend aufbereitet konnte Christine Székely, umweltpädagogische Referentin der DUA, schnell das Interesse der Kinder wecken. Zum Thema "Stromerzeugung" wurden den Kindern verschiedene Kraftwerkstypen vorgestellt: An einer Dampfmaschine als Kohlekraftwerk, einem Windrad für die Stromerzeugung durch Windkraft, dem Modell eines Wasserkraftwerkes und einem solargetriebenen Modellauto für die Sonnenenergie konnten die Schülerinnen und Schüler hautnah erleben, auf welche unterschiedlichen Arten sich Elektrizität erzeugen lässt und welche Vorteile regenerative Energiequellen wie Sonne, Wind- und Wasserkraft gegenüber Kohle, Öl oder Erdgas haben. Auch die Auswirkungen des Treibhausgases Kohlendioxid auf das Klima wurden besprochen. Mit diesem Wissen konnten die Kinder dann selbst erarbeiten, wie sie in der Schule und ihren Familien bewusst mit Energie umgehen können, um den eigenen Stromverbrauch zu senken: Elektrische Geräte ganz ausschalten und nicht im Standby-Modus laufen lassen, Lampen beim Verlassen eines Zimmers ausschalten oder beim Lüften die Heizung ausdrehen, waren dabei nur einige der Strategien, auf die die Kleinen gekommen waren. "Die Kinder haben viel Freude an diesem sehr handlungsorientierten und anschaulichen Unterricht in den zwei Schulstunden gehabt und werden sicher viel Wissen mit nach Hause nehmen", resümiert auch die Klassenlehrerin der vierten Klasse der Comenius-Schule, Katja Hemann, das Projekt. Die 10-jährige Yana fasst es zusammen: "Ich fand es spannend, dass ich jetzt verstanden habe, wie man Strom herstellen kann, ohne die Luft zu verschmutzen."