Unsere Geschichte

Unsere Geschichte

13. Jahrhundert

Trinkwasser: Die Dill wurde nördlich von Herborn aufgestaut und der Mühlgraben angelegt, der das Wasser mitten durch Herborn führte.

13. -18. Jahrhundert

Trinkwasser: Die Bürger der Stadt Herborn versorgten sich mit Wasser zum Teil durch eigene Hauspumpen. Generell wurde das Trinkwasser damals aus verschiedenen kleinen Brunnen innerhalb Herborns geholt.

1730

Trinkwasser: Der Brunnen auf dem Buttermarkt, dem heutigen Marktplatz, wurde errichtet und das Wasser aus verschiedenen Quellen mit hölzernen Wasserleitungen dorthin geleitet. Es wurden sogar Viehtränken dort aufgestellt, weil die Tiere nicht aus dem Brunnen trinken sollten.

1795

Erdgas: In England wurde die Erzeugung von Licht durch brennbare Gase und Dämpfe erstmals angewandt. Zum Beleuchten gab es bislang nur Petroleumlampen.

1856

Trinkwasser: Die Holzleitung des Brunnens wurde durch eine Tonleitung ersetzt, da sie viele Probleme technischer und finanzieller Art bereitete. Sie musste bis dahin bereits zweimal erneuert werden.

1863

”Erdgas: Man schloss mit dem Gasingenieur Mayer aus Köln einen „Vertrag über die Errichtung einer Gasanstalt innerhalb der Stadt zur Beleuchtung der Straßen und öffentlichen Gebäude sowie Privathäuser durch Gaslicht ab. Die Vertragsdauer belief sich auf 30 Jahre.

1865

Erdgas: Gründung der Gas AG in Herborn zur „Darstellung von Leuchtgas und Verkauf desselben an die Stadtgemeinde Herborn und deren Einwohner”. Die Abnehmerpreise für private Haushalte wurden auf umgerechnet 20,5 Pfennig/m³ kalkuliert, die Zählermiete war je nach Größe des Zählers unterschiedlich.  

1890

Trinkwasser: Der Hochbehälter Kallenbach mit Gussrohrleitung in die Stadt wurde errichtet und der Brunnen am Marktplatz beseitigt, um das Wasser nicht ungenutzt zu lassen. Man richtete Ventilbrunnen und freistehende Hydrantensäulen ein, aus denen durch Hebeldruck Wasser entnommen werden konnte. Diese Einrichtungen dienten der zentralen Wasserversorgung Herborns und sollten auch im Brandfall von Nutzen sein.

1891

Trinkwasser: Bereits hier wurde der Wasserpreis grob nach Verbrauch berechnet. Die wenigen Gewerbetreibenden und die 21 Hausbesitzer, die mittlerweile an die Hochdruckleitung angeschlossen waren, wurden unterschieden. Die Gewerbetreibenden mussten den doppelten Wasserzins zahlen, da sie eindeutig mehr verbrauchten. Der einfache Wasserzins lag bei 16 Mark. Man legte außerdem die höhere Veranschlagung bei Haushalten mit Spülklosett und Badeanlagen fest.

1892

Trinkwasser: Erweiterung des Rohrnetzes zur Versorgung der wachsenden Abnehmerzahl. Bis 1896 werden weitere Stollen und Quellen an das Netz der Stadt angeschlossen, um mehr Wasser in die Hochdruckleitung einzuspeisen.

1893

Erdgas: Fast wäre die Beleuchtung der Stadt Herborn wieder auf Petroleumlampen umgestellt worden. Der Vertrag mit dem Kölner Gasingenieur wurde fristgerecht gekündigt und ein neuer Vertrag zwischen der Gas AG und der Stadt Herborn drohte an der verweigerten Zahlung des Magistrates und unglücklichen Verhandlungen zu scheitern. Der Magistrat wollte die Verhandlungen schon abbrechen und wieder auf Petroleum umstellen, als es doch noch zu einer Einigung kam.

1894

Erdgas: Endlich konnte der neue Vertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren unterschrieben werden. In ihm waren genaue Zeiten vorgegeben, zu denen die Straßenlampen brennen sollten und die dann der Stadt berechnet werden. Wichtige Neuerung: alle Straßenlampen gehen unentgeltlich in den Besitz der Stadt Herborn ein und werden von der Gas AG kostenlos gewartet und repariert.

1898

Trinkwasser: Nach einer erneuten Erweiterung des Rohrnetzes um 800 Meter führte man Wasseruhren ein, um das „Wasservergeuden” des Einzelnen besser kontrollieren zu können. Dies wurde notwendig, weil im Jahre 1897 das Wasser in Herborn knapp wurde und es beispielsweise Verbote gab, das Wasser zum Besprengen der Straße zu verwenden.

1901

Erdgas: Neuer Vertrag der Stadt Herborn mit der Gas AG, welcher der Gas AG das Recht gibt, Land und Nachbarorte an die Gasversorgung mit anzuschließen.

1903

Erdgas: Erweiterung des Gebäudes und der Anlagen der Gas AG, um die Versorgung wegen steigender Nachfrage zu gewährleisten.

1906-1907

Trinkwasser: Die Wasserversorgung musste aufgrund des geplanten Baus des heutigen Rehbergparks in höherer Menge gesichert sein. Nachdem nun von der Grundwassergewinnung in Dill-Nähe aufgrund des lehmigen Bodens abgeraten wurde, richtete der Magistrat der Stadt Herborn sein Augenmerk auf einige ertragreiche Quellen in 8 km Entfernung in der Gemarkung Driedorf.

1909

Trinkwasser: Die Fernwasserleitung von Driedorf in das Herborner Rehbergsgelände ist vollendet.

Strom: Antrag zur Genehmigung der Verlegung eines unterirdischen 5 kV-Kabels durch das Stadtgebiet, damit die Heilanstalt mit Strom versorgt werden konnte.

1910

Strom: Mit den Bauarbeiten für die Elektrizitätsversorgung sollte sofort begonnen werden, damit die Versorgung mit Strom möglichst bald erfolgen könne.

Außerdem schloss man mit dem Hessisch Nassauischen Hüttenverein einen Vertrag über das Durchleitungsrecht von Hochspannungskabeln durch das Stadtgebiet Herborn ab.

1910-1922

Trinkwasser: Schürfen und Anschließen neuer Quellen

1926

Strom: Stromvertrag mit der Gas AG läuft aus und die Stadt macht von ihrem Recht Gebrauch, die Werke käuflich zu erwerben. Dies könnte man als die Gründung der Stadtwerke Herborn bezeichnen.

1930

Trinkwasser: Das Wasser aus den Quellen reicht zur Versorgung des stark angestiegenen Bedarfs Herborns nicht mehr aus. Man schloss die tiefen Stollen der Braunkohlegrube Heistern an die Fernleitung an.

1935

Strom: Stromvertrag mit der Hessen-Nassauischen Überlandzentrale und der Stadt für die Dauer von 10 Jahren. Nach diesem Vertrag ist die Überlandzentrale für die Trafostationen und die dortigen Transformatoren zuständig, während die Stadt Herborn das Niederspannungsnetz baut und unterhält.

1938

Trinkwasser: Wieder reicht das zulaufende Wasser für den steigenden Bedarf nicht mehr aus. In den folgenden Jahren werden weitere Hochbehälter und in 1950 auch Tiefbrunnen errichtet.

1940

Erdgas: Das Bemühen, einen Ferngasanschluss über die Ruhrgas zu bekommen, scheiterte, da die Ruhrgas zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage war, eine Zweigleitung in das obere Dilltal zu verlegen. Man musste folglich die eigenen Anlagen ausbauen.

1942

Erdgas: Retortenofenanlage wurde durch Kleinkammerofenanlage ersetzt, die leistungsfähiger arbeitet; es wird eine höhere Gasausbeute und eine bessere Koksqualität erzielt.

1947

Erdgas: Zu der bestehenden Dreikammerofenanlage beantragte man einen Ofen mit vier Kammern und konnte somit die Leistung der Anlage von 2.200 auf 5.000 m³ Gas in 24 Stunden erhöhen.

1948

Strom: Eine Überprüfung und Berechnung des Stromnetzes ergab einige Umstände, die einer Lösung bedurften: unterschiedliche Leistungsbelastung der Leitungen und bislang noch keine Anpassung an die deutschlandweit eingeführten VDE-Richtlinien, die für Drehstrom 380 Volt und für Wechselstrom 220 Volt vorsehen. (In Herborn betrug die Spannung bisher für Drehstrom 200 Volt und für Wechselstrom 127 Volt.)

Es wurde folgende Lösung getroffen: Es sollte ein neuer Stromlieferungsvertrag mit der Energie-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland (EAM) abgeschlossen werden, die mittlerweile die Hessen-Nassauische Überlandzentrale übernommen hatte. Neue Übernahmebedingungen sollten die Belastungsspitzen mildern und eine wirtschaftliche Netzbelastung anstreben.

1952

Erdgas: Angliederung der Stadt Herborn an das Gasnetz der Ruhrgas AG durch Übernahmestation auf dem Schießplatz.

1963

Strom: Der neue Stromlieferungsvertrag mit der EAM beginnt am 1. Januar 1963 und läuft bis einschließlich dem Jahr 1972 mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Ein neues 20 kV Hochspannungsnetz wurde von den Stadtwerken Herborn vorab innerhalb des Stadtgebietes eingerichtet.

Trinkwasser: Zuleitung von Wasser aus der Grube Wohlfahrt in das Netz der Stadt Herborn.

1972

Umzug der Stadtwerke von der Kaiserstraße in das neu errichtete Verwaltungs- und Betriebsgebäude am jetzigen Standort im Walkmühlenweg.

1995

Aus dem Eigenbetrieb der Stadt Herborn wird zum 1. Januar 1995 eine GmbH. Inzwischen beschäftigen die Stadtwerke Herborn ca. 50 Mitarbeiter, das Dienstleistungsspektrum wird kontinuierlich ausgebaut.

1999

Strom: Der Strommarkt wird liberalisiert, man spricht von der Deregulierung des Marktes. Jeder Kunde hat nun die Möglichkeit, seinen Lieferanten frei am Markt zu wählen. Durch das große Dienstleistungsangebot und gute Preiskonditionen für Privatkunden und Gewerbetreibende festigt die Stadtwerke Herborn GmbH auch in dieser Zeit ihre Marktposition.

Die Stadtwerke Herborn GmbH wird als eines der ersten mittelständischen Versorgungsunternehmen nach der Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001 durch den TÜV Rheinland zertifiziert. Grundlage hierfür war eine eingehende Überprüfung der Organisationsstruktur sowie ein weiterer Ausbau des Kundenservices z. B. in Form von erweiterten Öffnungszeiten.

2000

Die Stadtwerke Herborn GmbH erhält ein komplett neues Erscheinungsbild. Das alte an das Stadtwappen der Stadt Herborn angelehnte Logo wird durch ein neues, frisches Logo ersetzt, das mit seinen zentralen Elementen Kreis (Erdgas), Welle (Wasser) und Blitz (Strom) die Versorgungssparten der Stadtwerke Herborn GmbH symbolisieren soll. Sukzessive wird nun auch die Fahrzeugflotte auf eine silberne Grundfarbe umgestellt.

2001

Als zusätzlichen Geschäftszweig bietet die Stadtwerke Herborn GmbH ab Jahresbeginn ASP-Dienstleistungen (Application-Service-Providing) an. Hierbei werden für ausgewählte Kunden der Energiewirtschaft Rechenzentrumslösungen angeboten und aufgebaut.

Erdgas: Der Markt für Erdgas wird ebenso liberalisiert wie dies bereits am Strommarkt geschehen ist.

2002

Die Ablesung der Zähler für die Abrechnungen der Endkunden der Stadtwerke Herborn GmbH wird auf ein sogenanntes Selbstableseverfahren umgestellt. Unsere Kunden brauchen sich nun nicht mehr auf bestimmte Ablesezeiten einzustellen, sondern können ihre Zähler bequem zu jeder Zeit selbst ablesen.

2003

Der neue Internetauftritt mit weitreichenden funktionalen Erweiterungen wird fertig gestellt und geht am 15. Dezember 2003 online.

2004

Die Stadtwerke Herborn erfüllen höchste Sicherheitsstandards und werden hierfür durch die "Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfachs (DVGW)" mit einem Technischen Sicherheitsmanagement zertifiziert.

2006

Kundenwechselprozesse werden künftig vollelektronisch abgewickelt. Die Stadtwerke Herborn können die gesetzlich vorgeschriebenen Prozesse – im Gegensatz zu vielen weit größeren Versorgern – fristgerecht zum 1. Oktober 2006 anbieten. 

2008

Jürgen Bepperling löst Wilhelm Pretzlaff nach 17 Jahren als Geschäftsführer der Stadtwerke Herborn GmbH ab. Der Dipl.-Ing. für Energie- und Wärmetechnik bringt 15 Jahre Erfahrung aus der Energiewirtschaft mit.

Die Stadtwerke Herborn GmbH bieten ab 1. Januar 2008 nur noch Strom aus Wasserkraft an. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Die Einsparung an CO2 beträgt stattliche 16.500 Tonnen pro Jahr.

2009

Die Stadtwerke Herborn GmbH hat sich als Rechenzentrumsdienstleister fest in der Branche etabliert. Inzwischen vertrauen mehr als 200 Anwender in über 10 Stadtwerken auf den professionellen Service aus Herborn. Insgesamt werden mehr als 400.000 Verträge für über 100.000 Kunden bei den Stadtwerken Herborn abgerechnet.

Die Stadtwerke Herborn GmbH veranstaltet einen weiteren Tag der offenen Tür. Viele Kunden informieren sich über die Arbeit ihrer Stadtwerke.

Das neue Kundenmagazin „aufwind” wird erstmals aufgelegt.

2010

Mit dem Geschäftsfeld Energiedienstleistung und Contracting weiten die Stadtwerke Herborn ihre Dienstleistungen kontinuierlich aus. Die erste von den Stadtwerken betriebene Heizungsanlage ist im Herborner Schlosshotel in Betrieb. Zur weiteren Erreichung der gemeinsamen Klimaziele der Stadt Herborn und ihrer Stadtwerke wird ein Vertrag geschlossen, der es den Stadtwerken erlaubt, alle städtischen Dachflächen zum Betrieb von Photovoltaikanlagen zu verwenden.

Die neue Internetseite der Stadtwerke Herborn GmbH geht mit nochmals verbessertem Service, neuen Funktionen und einem frischen Design online.